Samstag, 13. Oktober 2018

Hallo und einen wunderschönen Tag alle miteinander,
heute geht es dann auch schon weiter. Nachdem ich morgens zunächst nochmal den Luxus einer warmen Dusche und drei schöne heiße Kaffee aus der guten alten Senseo Maschine hatte, machte ich mich dann so gegen halb elf wieder auf den Weg.
Allerdings startete der Tag zunächst einmal nicht so wirklich dolle. So ca. gegen elf Uhr stand ich an der Auffahrt Richtung Dijon. Kurz zuvor war ich noch im Quickie Bürger, kurz vor der Auffahrt und genehmigte mir dort einen Cheeseburger und eine Mittler Portion Pommes für nicht ganz fünf Euro. Doch dann schien es leider nicht weiterzugehen. Ich stand in der prallen Sonne und niemand hielt an.
Nach gut einer Stunde hatte ich eigentlich schon keine Lust mehr und überlegte mir noch bis maximal 3 Uhr hier zu bleiben und wenn es bis dann nicht weitergehen würde, würde ich mir ein schönes Plätzchen hier in der Nähe zum übernachten suchen. Natürlich war mein Schild mit der Aufschrift Dijon schon recht optimistisch. Immerhin waren es bis dorthin gut 200 km. Doch fand ich schon dass mich ja zumindest jemand ein kleines Stückchen weiter mitnehmen konnte.
Nun ja, die nächsten zwei Stunden verliefen in etwa ebenso wie die erste Stunde. Nur das die Sonne langsam wirklich zu nerven begann. Aber was solls. Bis drei Uhr hatte ich mir vorgenommen es zu versuchen und das wollte ich dann auch tun. Doch wie heißt es so schön? Erstens kommt es anders und… – na ja, ihr wisst schon.
Ca. zehn Minuten später hielt ein kleiner roter Ford. Der Fahrer sagte das er nur etwas zum Spaß durch die Gegend fahren würde und mich gerne ein Stück mitnehmen wolle. Na, das war doch schon mal etwas. Ich stieg ein und ließ mich überraschen bis wohin ich heute denn wohl kommen sollte. Wir fuhren etwa 20km über die Autobahn und unterhielten uns ein wenig über Gott und die Welt. Er, Thierry war sein Name, erzählte mir von seiner Tochter und was für ein Glück es für ihn sei Vater zu sein. Ich sagte, daß ich mir das überhaupt nicht vorstellen könnte und das dies für mich eine viel zu große Verantwortung sei. So ging es ein Weilchen hin und her, bis er schließlich wie aus dem Nichts sagte: „Na gut, dann eben Dijon.“
Er fuhr von der Autobahn ab, ( hier in Frankreich ist das zu teuer die müssen hier Maut bezahlen) und ließ das Navy einen schönen Weg über Landstraßen bis nach Dijon suchen. So fuhren wir in etwa eine Stunde durch wunderschöne Gegenden bis er mich fragte: „Rauchst du?“ ich antwortete mit ha und er fragte gleich weiter: „Auch Gras?“ Wieder bekam er ein Ja zur Antwort. Das fand er richtig klasse und hielt an der nächsten Möglichkeit und drehte uns dort einen schönen Joint, welchen wir uns dann bei der Weiterfahrt teilten.
So ließ es sich doch leben. Den Rest der Fahrt redeten wir nicht mehr besonders viel. Nur hin und wieder über die schlechte Beschaffenheit der Straße und noch ein paar weitere belanglose Dinge. So gegen 17:30 Uhr waren wir dann auch schließlich dort. Er ließ mich aussteigen, fragte Sein Navy nach der Rückfahrt Strecke und wir wünschten uns noch alles Gute. Ich bedankte mich natürlich noch. Echt krass,3 1/2 Stunden eine Strecke. Einfach mal so. An dieser Stelle nochmal Besten Dank dafür.
Dann gingen wir beide wieder unserer Wege. Ich nahm die erstbeste Gelegenheit war, meinen Wasservorrat nochmal aufzufüllen und mir noch etwas wegzehrung mitzunehmen, wieder sechs Euro und Nächte mich dann auf die Weiterreise. Gegen ziemlich genau sechs Uhr Abend war ich dann auch mitten im Zentrum von Dijon. Eine wirklich schöne Stadt und zumindest heute, am Samstagabend sind die Straßen, Cafés und Bars hier bestens besucht.
Doch so langsam machte ich mir Gedanken wegen meines Nachtlager. In gut anderthalb Stunden würde es langsam Dunkel und ich war noch mitten in der Stadt. Eigentlich echt schade, aber ich musste sehen dass ich weiterkam. Laut Navy war es noch ein gutes Stück aus der Stadt heraus. Ich nahm die Beine in die Hand und machte mich auf den Weg.
Nach knapp einer Stunde war ich zumindest aus dem Zentrum raus und auf einer einfach nicht enden wollenden Bundesstraße grob in Richtung des Ortes Beaune unterwegs. Bis dahin waren es aber noch gut 40km. Das wurde ich auf keinen Fall mehr schaffen. Zu meinem Unglück endete dann auch noch irgendwann der Bürgersteig, sowie gleichzeitig auch noch die Straßenbeleuchtung.
Na klasse. Das war wirklich kein schönes Gefühl. Ich tat das einzige was ich tun konnte und schaltete meine Taschenlampe auf meiner rechten Schulter an. Dann nahm ich bei der nächsten Gelegenheit mein Navi zur Hand und sah nach ob ich irgendwo hier vielleicht mein Zelt aufbauen konnte. Ein Stück weiter ging dann auch eine kleinere Straße von der Bundesstraße ab und ich versuchte mein Glück dort. Nach gut zweihundert Metern auf dieser kleinen Nebenstraße kam ein kleiner Schuppen, welcher recht verlassen aussah. Zwar war ein absperrband, schon zur Hälfte abgerissen davor, doch das kümmerte mich gerade nicht sonderlich und so sah ich mich etwas um. Neben dem schuppen, unter einem kleinen Vordach, lagen noch einige Holzbrett von ca 2 Metern Länge.
Perfekt, dachte ich und nahm sechs Stück davon um sie auf die freie Fläche mit steinen als Untergrund zu legen. So musste ich zumindest nicht direkt auf den steinen liegen. Da ich aber nicht wirklich sicher war ob mich hier nicht doch vielleicht noch jm. Verscheuchen würde, baute ich mein Zelt nicht auf um möglichst schnell wieder verschwinden zu können. Ich legte also meine Isomatte und den Schlafsack auf die Bretter, nahm den Rucksack als Kopfkissen und hoffte auf das Beste.
Das wars dann auch schon vom heutigen Tag. Alles in allem doch recht gut gelaufen bis auf das etwas unsichere Ende. Doch immerhin haben wir es schon al bis Dijon geschafft. Mal sehen wie’s Morgen so läuft.

 

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Euch allen noch eine gute Nacht, mit den besten Grüßen von irgendwo kurz hinter Dijon
Euer europa-blogger.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Hallo Andre. Mein Weg hat mich letztes Jahr auch nach Dijon geführt. Ich habe dann versucht möglichst schnell wieder raus zu kommen oder mindestens aussen rum zu gehen. Es war Sonntag und alle Bars waren zu.War heil froh als ich da wieder raus war. Nun ja ich bin halt kein Stadtmensch sondern eher ein Landei. Wünsche dir noch viel Freude und viel Glück mit deinen Papschildern.
    Ich werde dich natürlich auch weiterhin hier am Computer mit viel Freude verfolgen

    1. Hi sep,
      freut mich sehr deinen Kommentar zu lesen und von dir zu hören. Bin gerade an einem netten See wo ich mein Zelt für die Nacht aufgebaut habe. Ungefähr 20km vor Charlon sur Saône. Heute geht’s weiter ich werde natürlich weiter berichten.
      Liebe Grüße an alle die mich kennen
      André

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