Montag, 22. Oktober 2018

Hallo und bonjour vom Aussichtspunkt über Clermont-Ferrand.
Heute habe ich doch glatt etwas verschlafen. Wobei, das erste Mal war ich wieder so gegen fünf Uhr wach. Doch da es noch zu dunkel war um zusammenzupacken und mich (auf der Bundesstraße) wieder auf den Weg zu machen, habe ich nur kurz eine geraucht und mich dann nochmal hingelegt. Als ich dann das nächste Mal wach wurde, war es schon zehn vor acht.
Ein guter Zeitpunkt um kurz die Morgentoilette zu erledigen, dann meinen Kram einzupacken und noch kurz zu frühstücken. Zum Frühstück gab es dann einen der mir noch verbleibenden zwei Äpfel und noch einen guten Schluck Wasser. Doch dann, so gegen zehn vor neun. Ging es auch schon los. Natürlich wieder Bergauf. Zu meinem Pech dauerte es sicher etwa eine Stunde, bis der erste am heutigen Tag anhielt und mich so in etwa fünf km, bis zu einem Kreisverkehr mitnahm.
Ab dort ging es dann zunächst wieder ein gutes Stück zu Fuß weiter. Immer wieder Bergauf, bergab, bis ich schließlich von einem Ehepaar, welches auf dem Weg zu Freunden war, bis in ein kleines Dorf mitgenommen wurde. Dort gab es nur ein Restaurant, welches geöffnet hatte. Ich bestellte einen großen Café au laut und bekam das erste Mal auf meiner Reise einen wirklich großen Pott Kaffee für 2,40 Euro vorgesetzt. Ich genoss den Kaffee und machte mich dann weiter auf den Weg in Richtung Ussel.
Wieder dauerte es eine ganze Weile, sicher eine gute Stunde durch die Berge, bis eine nette junge Studentin anhielt und mich Bus zu einem Lidl kurz vor der Stadt mitnahm. Dort füllte ich erstmal meinen Proviant auf, aß noch kurz zwei Schoko Brötchen und da es bis dahin gerade einmal zwei Uhr war, ließ ich Google maps die Route bis zur Stadt Tulle berechnen und versuchte mein Glück erneut. Wieder klappte es ganz gut. Zunächst war es ein jüngeres Paar, welches mich mitnahm. Zwar nur wieder etwa fünf oder sechs Kilometer, doch immerhin. Eine Stunde weniger laufen. Dabei muss ich noch kurz erwähnen, dass ich seit dem letzten Campingplatz in den Jack Wolfskin Wanderschuhen laufe und schon seit dem ersten Tag reiben mir diese die Hacken auf. Gott sei Dank habe ich die Sneakern nicht weggeworfen wie ich es zuerst vorhatte, sondern nur an den Rucksack gehängt. Das geht auch wesentlich besser, da diese zum einen nicht so sehr herumbaumeln, und zum zweiten auch noch wesentlich leichter sind. Allerdings zu dem Preis, das ich mir jetzt die Socken an den Hacken aufgerieben habe, und die Hacken selbst noch gleich dazu.
Weiter ging es also dann wieder zunächst zu Fuß in Richtung Tulle. Ich war vielleicht gerade eine halbe Stunde gegangen, da hielten dann auch schon wieder zwei Jungs an und fragten wo ich hinwollte. Ich sagte ihnen mein Ziel und zu meinem Glück war das auch das ihre. Also ging es dann die nächsten gut 40 – 45 km weiter mit dem Auto. Die beiden mußten dorthin, da einer von ihnen seinen Wagen dort geschrottet hatte und nun wollten sie ihn gemeinsam abholen. So war anscheinend heute des einen Pech des anderen Glück. Sie ließen mich an der Bundesstraße kurz vor Tulle heraus und ich setzte meinen Weg auf eben dieser Straße, der D 1089, welche mich heute schon den ganzen Tag begleitete, fort. Ich ließ Google kurz die nächste Route in Richtung Périgueux suchen, auch wenn ich dort heute sicher nicht mehr hin wollte, und machte mich dann auf die Suche nach einem geeigneten Platz zum Übernachten. Vielleicht zwei km weiter würde ich dann auch im Wald, direkt an der D 1089 fündig.
Ich machte erst eine kurze Rast, genoss den ersten meiner drei Lipton ICE tea Pfirsich, und die Hälfte des Baguettes zusammen mit der Hälfte der Salami, welche ich zuvor im Lidl gekauft hatte. Dann wartete ich noch bis so ca gegen sieben Uhr mit dem Zelt Aufbau und tippte dabei schon den gestrigen Eintrag.
Mittlerweile haben wir es 20:12 Uhr und es ist schon ziemlich dunkel. Während ich diesen Beitrag tippe, knarzte es mehrere Male ganz in der Nähe meines Zeltes und als ich mit der Taschenlampe in die Richtung leuchtete, konnte ich nur die reflektieren des Lichts aus einem Augenpaar, wie nachts bei einer Katze sehen. Zumindest will ich mal hoffen, daß es sich dabei um eine gewöhnliche Katze handelt.
Euch und auch mir wünsche ich eine ungestörte Nacht, ich werde heute Nacht wohl etwas wachsamer sein als gewöhnlich, und dann bis morgen
Mit den besten Grüßen aus dem Wald nahe Tulle,
Euer europa-blogger

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