Hallo,

und herzlich willkommen auf meinem Blog. Auf diesen Seiten lasse ich euch am größten Abenteuer meines Lebens teilhaben. Alles beginnt am 01.10.2018. Der Tag an welchem ich meine Reise durch Europa beginne. (Ehrlich gesagt nun schon zum zweiten Mal, und das mit dem Start am 01.10. hat auch nicht so ganz geklappt, doch dazu später mehr).

Weiterhin möchte ich mich mit euch auch bezüglich Tipps und Tricks aus meinem Erfahrungsschatz des Outdoorlebens, sowie auch meine Gedanken und Meinungen zu den verschiedensten Themen wie z. B. Tools und (Outdoor)Ausrüstung, Literatur, Politik, austauschen. Zu den verschiedenen Unterkategorien kommt ihr über die obige Navigation.

Bevor es dann auch gleich losgeht und ich euch auf dieser Seite zunächst ein Wenig über mich erzähle, noch kurz ein paar Worte zur Aktualität dieses Blogs. Da ich diesen Blog von Unterwegs schreibe, was bedeutet dass ich dabei mit dem Rucksack als Backpacker durch Europa unterwegs sein werde, kann ich natürlich nicht täglich oder auch alle zwei oder drei Tage neue Posts und Artikel online stellen. Ziel ist es dennoch, mindestens einmal die Woche neue Beiträge zu veröffentlichen bzw. das Tagebuch auf den aktuellen Stand zu bringen. – Halt je nach verfügbarer Internetverbindung und Funktionstüchtigkeit meines Laptops.

Doch nun zunächst einmal ein wenig über mich. Wer ich bin, warum ich tue was ich tue und was ich sonst noch so für erwähnenswert bezüglich meiner Person halte.

Mein Name ist André Meyeraan. Ich wurde am 24.06.1981 in Bielefeld, der freundlichen Baustelle am Teutoburger Wald, geboren und bin somit zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Blogs 37 Jahre alt/jung. An dieser Stelle kann ich mir den Zusatz welchen ich auch sonst gerne zum Besten gebe – aber in meinem Kopf bin ich acht – nicht verkneifen.

Doch zurück zum Thema.

Mich treibt schon lange eine große Leidenschaft zum Reisen an, da ich jedoch zu dem Zeitpunkt davon noch nichts wusste, versuchte ich mich nach meinem Abschluss an der Realschule Bielefeld Heepen zunächst einmal an einer Ausbildung als Dachdecker. Schnell stellte ich fest das dies nichts für mich war und nach einer langen Reihe erfolgloser Versuche in den verschiedensten Berufen und Branchen Fuß zu fassen, startete ich meine erstes Abenteuer.

Im August 2005, bzw. schon so ca. ein bis zwei Monate zuvor entschloss ich mich dazu nach Frankreich zu gehen. Mein Französisch in der Schule war eigentlich recht gut und ich war der Ansicht das würde schon klappen. Doch weit gefehlt. Schnell merkte ich, das jenes Französisch, welches wir in der Schule gelernt hatten nicht wirklich viel mit dem Französisch zu tun hatte, wie es die Franzosen sprechen. Mein anfänglicher Plan, nachdem ich im Jahr 2002 bereits ein kurzes Gastspiel bei der Bundeswehr gegeben hatte, war es mich für ein paar Jahre bei der Fremdenlegion zu melden und dann würde ich mal schauen. Meine Karriere dort war allerdings schon nach geschlagenen drei Tagen wieder vorbei, da ich schnell merkte, das man dort wirklich nach Soldaten und nicht nach nem Hippie der gerne die Welt sehen wollte suchte.

Wie dem auch sei, auf wiedersehen Fremdenlegion, hallo Frankreich. Das Rekrutierungsbüro, wenn man so will,  der Fremdenlegion ist Aubagne. Jeder Fremdenlegionär war mindestens einmal in seinem Leben dort. Und zu meinem Glück lag Aubagne ziemlich nah an Marseille. – Meine erste große Liebe – zumindest was es Städte betrifft. Nun gut, ich hatte noch so ca. 150 € und die Stadt lag mir zu Füßen. Ich nahm also meinen Reichtum und bezahlte erstmal so round about 100 € für ein Hotel. Grandiose Idee. nach zwei Tagen Sightseeing hatte ich nur noch 50 € und hatte immer noch keine Ahnung wie es weitergehen sollte. Ich checkte also aus dem Hotel aus und fragte mich durch, wo man denn ohne Geld am besten an Unterkunft und Verpflegung kommen kann.

Der Tipp welchen ich erhielt führte mich in eine Sozialeinrichtung von wo aus man mich nach kurzer Aufnahme meiner Personalien an das Foyer Forbin verwies. Foyer hörrte sich ja nun gar nicht mal so schlecht an dachte ich bei mir und zog los. Die Adresse lag auch nur einige Straßen weiter und so war es recht schnell gefunden. An dieser Stelle sei viellleicht kurz erwähnt, dass Foyer der französische Ausdruck für Obdachlosenheim ist – muss man die Franzosen nicht einfach dafür lieben? Du bist Obdachlos doch wenn Du Deine Adresse nennst denkt jeder gleich an ein ländliches Chateau oder etwas in der Art. Zugegeben, an das Leben welches mich dort die nächsten knapp zwei Monate erwartete, musste ich mich erst gewöhnen. Aber wenn man von Zeit zu Zeit damit leben kann mit Eidechsen an den Wänden zu duschen, dann war es nicht das schlechteste und ich hakte es einfach unter Erfahrungen/Abenteuer ab.

Da sich so aber schlecht Geld verdienen ließ, schließlich konnten mich meine Eltern nicht ewig mit 50 € hier und 50 € dort die Woche unterstützen, ging ich in regelmäßigen Abständen, so ca. ein- bis zweimal die Woche zur örtlichen ANPE was für Agence Nationale pour l’employe (Arbeitsamt) steht. Eines Tages machte ich eine aufsehenerregende Entdeckung. Da war doch tatsächlich ein Aushang am schwarzen Brett welchen ich lesen konnte. Allerdings hatte dies weniger mit meinem erweiterten Wortschatz zu tun als mit der Tatsache, das die Stellenanzeige auf Deutsch verfasst war. Ich griff zu meinem Handy und rief an.

Eine freundliche Frauenstimme am anderen Ende versuchte mir einige Fragen auf französisch zu stellen und ich hangelte mich mehr oder weniger durch den Versuch ihre Fragen zu beantworten. Bis Sie die eine, alles entscheidende Frage stellte. „Sprechen Sie denn auch deutsch?“  – „Ja, auf jeden, und von mir aus können wir das auch gerne beibehalten“ war in etwa meine Antwort. Es stellte sich heraus das die Frau mit der ich sprach auf Deutsche und wegen der Liebe nach Frankreich gezogen war. So endete schließlich meine Jobsuche und da einer meiner neuen Kollegen zu meinem Glück gerade noch einen Mitbewohner für seine WG suchte, endete auch mein Aufenthalt im Foyer. Ich blieb noch einige Monate, doch dann wurde es mir auch in diesem Job wieder zu eng und da ich kein weiteres Foyer-Abenteuer mehr brauchte, ging es zunächst wieder zurück nach Deutschland.

Wieder zurück in Deutschland wurde mir im Dezember 2007, nach etwa einem Jahr Arbeitslosigkeit eine Umschulung zum Industriemechaniker vom Jobcenter angeboten. Da ich das Angebot dahingehend missverstanden hatte, dass sollte ich es nicht annehmen, ich keine Leistungen mehr bekommen würde, entschied ich mich für das vermeintlich kleinere Übel und schaute mir die nächsten zwei Jahre an was ein Industriemechaniker denn so macht. Auch wenn mir vorher schon klar war, dass das wohl nicht wirklich etwas für mich ist. Die Umschulung beendete ich mit einem Abschluss und fand danach sogar eine Anstellung in jenem Betrieb in welchem ich auch das zu der Umschulung gehörige Praktikum absolvierte. Die Stelle war ein sehr gut bezahlter nine-to-five-job welchen ich nach knapp zwei Monaten wieder kündigte.

So langsam dämmerte es mir das eine „normale“ Arbeit einfach nichts für mich war. Nichts desto trotz jobbte ich die nächsten Jahre noch ein Wenig hier und ein bisschen dort, überwiegend in Callcentern oder anderen Gelegenheitsjobs welche ich aber allesamt nach kurzer Zeit wieder kündigte und vom Amt lebte. Doch zu dieser Zeit entdeckte ich meine zweite Leidenschaft. Das Schreiben. Ich schrieb 50 Seiten meines ersten Romans, war nicht zufrieden mit dem Geschriebenen und warf die Seiten in den Papiermüll. Das ging noch ein paar mal, mal mit 50, mal mit 80, und auch das ein oder andere Mal mit über hundert Seiten, doch letzten Endes landeten all diese meine frühen Schreibversuche in der Tonne. Aber nichts desto trotz, obwohl all diese Seiten nicht ein einziges Buch ergeben hatten, konnte ich es einfach nicht lassen.

So beschloss ich im Frühjahr 2015 nochmal eine Tour zu unternehmen. Wie anfangs erwähnt war das mein erster Versuch einer Tour durch Europa bei welcher ich ein Buch schreiben wollte. Ein Buch über Europa. Einen Roman. Da ich ein großer Verfechter der europäischen Idee und ja, auch wenn das hier sicher viel Kritik hagelt, auch ein Verfechter der „Vereinigten Staaten von Europa“ bin, sollte es natürlich ein Roman über die Vereinigten Staaten von Europa werden. Jetzt habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht für euch. Die gute: – Ich habe tatsächlich ein Buch geschrieben. Zwar genau genommen erst nach meiner Reise welche anstatt durch alle EU-Länder, leider nur durch die BeNeLux-Staaten führte, aber immerhin. Mein erstes Buch habe ich veröffentlicht. Im Selbstverlag bei E-Publi. Oben in der Navigation, unter dem Punkt Literatur -> von mir, gibt es eine kurze Beschreibung und natürlich die Links zu den verschiedenen Shops und natürlich auch zu Amazon. Ach ja, da war ja noch was. Es gibt leider auch eine schlechte Nachricht: – Es ist verdammt nochmal immer noch nicht das Buch was ich eigentlich hatte schreiben wollen.

Doch Gemach Gemach Gevatter. Was nicht ist kann ja noch werden. nach meinem kurzen Trip durch die BeNeLux-Staaten war ich zunächst erstmal wieder die nächsten zwei Jahre arbeitslos. Wie immer unterbrochen von gelegentlichen Jobs in Callcentern  und ähnlichem. Aber wiedermal nie wirklich von Dauer. Was mich allerdings schon seit einigen Jahren immer mehr faszinierte war das Schreiben von Programmen. Ich hatte mich immer mal wieder daran versucht doch es führte nie wirklich zum Erfolg. Also fragte ich beim Jobcenter ob es nicht möglich wäre noch eine zweite Umschulung in diesem Bereich zu machen. – Entgegen all meiner Erwartungen war das tatsächlich möglich und so startete ich am 25.06.2017, einen Tag nach meinem 36ten Geburtstag, erneut eine Umschulung.

Na? Wer weiß wie es weitergeht? Ich sag mal soviel. – Das hier ist kein Programm.

Denn wer hätte es gedacht? Programmierer bzw. Anwendungsentwickler ist tatsächlich auch nur ein ganz normaler Job. Solange wir nur die Umschulung machten, Unterricht per Skype und auf die Anwesenheitszeiten war auch geschissen war alles bestens. Doch leider driftete das Ganze in eine Richtung ab die kein gutes Ende erahnen ließ. Die ersten drei Monate waren so dermaßen langweilig dass ich eines Tages tatsächlich googelte ob man an Langeweile sterben  oder evtl. zumindest ernsthaft Schaden nehmen könnte. Dabei war ich Anfangs wirklich voll motiviert. Ich war immer pünktlich und versuchte wirklich dem Unterricht zu folgen.

Nachdem dort aber zumindest in den ersten sechs Monaten so gut wie gar nichts in Richtung Programmierung/Anwendungsentwicklung besprochen wurde, kippte die Stimmung. Ich kam immer so gegen 09:00 oder 09:30 Uhr und ging meistens so zwischen zwei und drei, wobei ich die meiste Zeit mit dem Rauchen von sagen wir „selbstgedrehten etwas länglich und konisch geformten“ Zigaretten zubrachte. Der Rekord lag bei sieben oder acht solcher „Zigaretten“ zu dritt in sechs Stunden. Doch das eigentliche Problem begann erst im Praktikum. Dort wurde nun tatsächlich erwartet das wir acht Stunden (mit Pause sogar achteinhalb Stunden) dort waren und auch tatsächlich arbeiteten.

Da Begriff ich ein für allemal, das ich mit einem normalen Arbeitsalltag, völlig egal in welchem Job, nicht mehr klar komme. Ich musste einfach wieder raus. Ich wollte wieder Unterwegs sein und nicht mehr mit der 33 um 45 fahren. Und so sitze ich heute hier und schreibe diesen Blog. Am 27.09.2018 sprach ich mit meinem Chef beim Praktikum, sowie mit den Mitarbeitern des Weiterbildungsanbieters und schrieb auch meinem Berater beim Jobcenter eine Mail (der hatte gerade Mittagspause sonst wäre ich auch dort selbstverständlich persönlich erschienen) und kündigte die Umschulung.

Und eigentlich hätte es heute losgehen sollen, doch da meine Termine beim Amt und auch das erstellen dieses Blogs mehr Zeit in Anspruch nahmen als ich dachte, – Ach Ihr wisst es doch selbst. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Was ich heute, am ersten Tag meines Abenteuers so erlebt habe könnt Ihr ja auch im Tagebuch nachlesen. Ich wünsche viel Spaß bei der Lektüre und schaut ruhig mal wieder rein. Es gibt viel zu lesen. Als kleiner Tipp, es gibt schon über hundert Seiten meiner Geschichte der vereinigten Staaten von Europa welche ich natürlich (zumindest in Auszügen) auch in regelmäßigen Abständen hier veröffentlichen werde.

Ich wünsche noch viel Spaß und vielleicht auch die ein oder andere Inspiration für eure Touren auf europa-blogger.eu und verabschiede mich vorerst mit den Worten

Bis Bald und beste Grüße aus Europa

André Meyeraan

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